Volker Dürr, Diplom-Psychologe, Heilpraktiker, Coach, Atemtherapeut
Mediation und Coaching
Psychotherapie orientiert an C.G. Jung
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Volker Dürr, München - Schwabing:
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Heilpraktiker, Coach, Atemtherapeut

Psychotherapie

Ich habe die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut und ebenso die Zulassung zu allen Kassen (private und gesetzliche Kassen, Beihilfe) für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

  1. Einführung:  Was ist Psychotherapie?

  2. So läuft eine Psychotherapie gewöhnlich ab

  3. Mein Menschenbild als therapeutischer Hintergrund

  4. Witze und Lachen in der Psychotherapie


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1. Einführung
für an Psychotherapie Interessierte, die erstmals damit Kontakt aufnehmen:

Psychotherapie ist vor allem Vertrauenssache!

Daher sind die ersten Sitzungen (bis zu 5) auch so genannte „Probestunden“, in denen „geprobt“ wird, wie die beiden Personen und Persönlichkeiten Klient und Therapeut zusammen in Kontakt kommen und ob die beiden Seelen zueinander Vertrauen fassen können. Ebenso wird in den Probestunden geprüft, welches therapeutische Verfahren für die aktuelle Problematik am besten geeignet ist. Allerdings: Wissenschaftliche Studien zum Thema „Anteile der Methode und Anteile der Persönlichkeit der Therapeutin des Therapeuten am therapeutischen Erfolg“ belegen immer wieder, dass die Persönlichkeit der Therapeutin des Therapeuten – mit meinen Worten: das Zusammenklingen der Persönlichkeiten von Klient und Therapeut/in – eine entscheidende Rolle für den therapeutischen Erfolg spielen. Die angewandte therapeutische Methode selbst tritt dabei klar an die zweite Stelle, zumal heute viele Therapeuten methodisch nicht mehr so fixiert sind und über verschiedene Techniken verfügen, die je nach Stand des therapeutischen Prozesses Anwendung finden.

Um so tiefer eine Therapie geht, um so wichtiger ist die Dimension des gegenseitigen Vertrauens (dies gilt auch in die Richtung von Vertrauen des Therapeuten zum Klienten!). Ich empfehle daher in meinen Erstgesprächen dem Klient gerne, mehrere Therapeuten beiderlei Geschlechts anzuschauen und deren individuelle Art zu spüren. Nur so kann der Klient die seelischen Qualitäten eines Therapeuten erfahren. Die aus einem solchen Auswahlverfahren resultierende Bevorzugung eines Therapeuten besagt, dass eben zwischen diesen beiden Menschen „die Chemie besonders gut stimmt“ und eben nicht, dass die „rausgewählten“ Therapeuten schlechtere Therapeuten oder Menschen seien. Auch wenn sich viele Klienten ihre zukünftigen Therapeuten auf Empfehlung von Freunden, Bekannten oder auch von ihrem Arzt aussuchen, sollten vor Beginn eines so großen Abenteuers wie einer Therapie mehrere Therapeuten aufgesucht werden. Natürlich kann der erste Kontakt auch der allerbeste sein!

Zur weiteren Einstimmung auf das Thema erst einmal etwas zur Problematik der Therapeuten:

Das Problem der Psychotherapeuten:

Trifft ein Psychotherapeut einen Kollegen, sagt er: „Also ich sehe, Dir geht es gut! Aber sag mir bitte, wie geht’s mir?“

Oder die große Frage um den kleinen Unterschied:

Was ist der Unterschied zwischen einem Neurotiker, einem Psychotiker und einem Psychiater? Nun ganz einfach: Der Neurotiker baut Luftschlösser, der Psychotiker wohnt darin und der Psychiater kassiert die Miete!

(Mehr Witze finden Sie weiter unten unter: mehr Witze )

Nun aber wieder ganz ernst:

Eine allgemeine Definition des Begriffes „Psychotherapie könnte“ lauten: „Psychotherapie“ umfasst alle Maßnahmen, die geeignet sind, psychische Probleme erfolgreich zu behandeln. Damit kann im Sinne der obigen Witze auch das „Lachen“ eine sehr erfolgreiche therapeutische Maßnahme darstellen! Für den Methodeninteressierten: Lachen mit kraftvoller Zwerchfellbewegung ist eine (sehr erfolgreiche) „bioenergetische“ Technik! Daß „Lachen“ als Psychotherapie bezeichnet wird, mag manche erstaunen. Andere haben Humor vielleicht schon als wohltuende Möglichkeit für den Umgang mit Problemen an sich selbst erfahren. Dabei ist natürlich klar, dass Lachen alleine noch nicht unbedingt für besonders viele Probleme schon eine Lösung darstellt. Hierfür gibt es eine geradezu unüberschaubare Vielfalt an Techniken, die alle ihre Berechtigung haben. Um dies zu verdeutlichen hier ein kurzer Überblick:

Wir können psychische Probleme auch von der körperlichen Seite angehen und deren Bearbeitung und Lösung durch körperliche Techniken unterstützen, z.B. die oben schon erwähnte Bioenergetik. Aber auch Gymnastik, Sport und Bewegung allgemein können hilfreich sein, ebenso eine einfühlsame Unterstützung des psychotherapeutischen Prozesses durch Homöopathie oder andere therapeutische Substanzen. Hierbei will ich auch Psychopharmaka ausdrücklich mit einbeziehen, wenn ich auch der Meinung bin, dass diese viel zu oft und viel zu lange eingesetzt werden.

Im Rahmen der ganz offiziellen so genannten „anerkannten Verfahren“ der Psychotherapie finden wir Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Verfahren. Diese werden auch von den gesetzlichen Kassen unterstützt. Dies bedeutet natürlich nicht, dass andere Verfahren weniger wirksam seien wie z.B. die Gesprächspsychotherapie oder die Gestalttherapie, um nur zwei Verfahren zu nennen, die gegenwärtig um die offizielle Anerkennung ringen.

Eine therapeutische Arbeit kann auch über die Psyche hinausgehen und die Bearbeitung der Umgebung wie Familien- Berufs- und sonstigen gesellschaftlichen und Umwelt-Variablen beinhalten. Dann sprechen wir von einem systemischen Ansatz. Nicht zuletzt kann ein therapeutischer Prozess bis in die geistige Ebene hinein reichen und auch tiefreligiöse Fragen berühren. Hier finden wir z.B. auch die Logotherapie nach Viktor Frankl, aber auch Atemtherapie, Meditation, Kontemplation als Grundlagen der ureigenen Erfahrung des religiösen Raumes.


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2. Der gewöhnliche Ablauf einer Psychotherapie

Durchschnittlich wandert ein Patient mit psychischen Problemen ca. 7 Jahre durch medizinische Praxen bis er beim Psychotherapeuten landet (eine geradezu unglaubliche Statistik). Beim Psychotherapeuten wird immer ein Erstgespräch geführt, um zu sehen, ob die beiden überhaupt zusammen arbeiten können. Hat der Klient oder der Therapeut ein Sympathieproblem, ist die Aufnahme einer psychotherapeutischen Arbeit wenig sinnvoll, da das gegenseitige Vertrauen die wesentliche Grundlage eines vertieften Prozesses darstellt. Die gesetzlichen (und meist auch die privaten) Krankenkassen räumen für diesen Prozess des Kennenlernens ein Stundenkontingent von 5 Sitzungen ein. Dann wird ein Antrag an die Kasse auf Kostenübernahme gestellt. Dieser Antrag wird in aller Regel auch genehmigt (aus meiner Praxis kenne ich keine Ausnahmen). Anschließend steht ein Kontingent von einer bestimmte Sitzungszahl zur Verfügung, das je nach therapeutischen Verfahren variiert und das selbstverständlich sowohl verlängert werden kann als auch – bei entsprechendem Erfolg – nicht voll ausgeschöpft werden muss.


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3. Mein Menschenbild, meine Arbeitsphilosophie:

In meiner seit 1978 bestehenden therapeutischen Praxis habe ich den Schwerpunkt meiner Aufmerksamkeit mehr und mehr von der krankheits- und problemorientierten Behandlung - dem üblichen Krankheitsmodell -  hin zu einer immer mehr ganzheitlich orientierten Sicht- und Arbeitsweise entwickelt, mit einem Menschenbild, das jeden Menschen erst einmal in seinem Kern als gesund und vital betrachtet. Dies erlaubt mir einen völlig anderen Ansatz bei der therapeutischen Arbeit, als wenn ich „Krankheit“ in den Mittelpunkt meiner Achtsamkeit nehme. Ein großer Vorteil dieses Ansatzes liegt zum Beispiel darin, dass Widerstände im therapeutischen Prozess nahe liegender Weise sehr viel seltener zu beobachten sind, als wenn der Klient nur als kranker Patient behandelt wird. Die Aufmerksamkeit in Richtung Gesundheit und Stärken des Klienten lässt genau diese positiven Anteile wachsen; diese positiven Anteile  (Ressourcen) bieten wiederum eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Bearbeitung der Probleme und Schwierigkeiten.

Für die therapeutische Arbeit beziehe ich über die reine, von den Kassen zugelassene Psychotherapie (Arbeit an der Psyche) hinaus auch den Körper (therapeutisches Medium: Bioenergetik) und den Geist (therapeutisches Medium: fein- und grobstofflicher Atem, Kontemplation, Meditation) mit ein, sowie – für mich geradezu ein Muss – die Beachtung von Familien-, Berufs,- und sonstigen gesellschaftlichen und Umwelt-Variablen (systemischer Ansatz). Die Kosten für solche weiterführenden Techniken werden allerdings nicht durch die Kassen übernommen.
Als besonders wichtig und gewinnbringend für den persönlichen Entwicklungs- und Wachstumsprozess hat sich die Offenheit für transpersonale Aspekte des menschlichen Seins erwiesen. Die transpersonale Dimension umfasst auch Moral, Ethik, Mystik und Religion. Nach meinem Bild vom Menschen trägt jedes Individuum in sich das vollständige Wissen um Gesundheit, innere Ganzheit und die Weisheit für die Gestaltung seines (nur für ihn gültigen) Lebensweges. Einzelstunden, Seminare und Workshops verstehe ich daher vor allem als Anregung und Ermutigung zur Kontaktaufnahme mit der eigenen inneren Weisheit, als Begleitung und Unterstützung auf dem Weg der Selbstfindung und SelbstHeilung.


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4. Witze und Lachen in der Psychotherapie

Lachen, besonders intensives Lachen, bei dem sich auch das Zwerchfell heftig bewegen darf, könnte man im Rahmen der Zuordnung zu einer psychotherapeutischen Technik als „bioenergetische Maßnahme“ bezeichnen. Daher habe ich auch mit Witzen begonnen. Witze können sehr hilfreich bei der Lockerung von Zwerchfellverspannungen sein. Zwerchfellverspannungen wiederum können einen klaren körperlichen Druck auf das Herz ausüben, so dass manche Lebensängste über die Lockerung und Entspannung des Zwerchfells eine dramatische Besserung erfahren. Lachen – und vor allem Lachen über sich selbst – hat eine ungemein erleichternde Wirkung: Ein Problem, ein Schmerz wird aus seiner Übermacht herausgeholt und büßt dadurch auch an negativem Wirkpotential ein. Der Mensch, der über sich selbst und seine Probleme lachen kann, zeigt sich (und anderen): „Ich bin meinem Leid (Schicksal, Problem) nicht vollständig ausgeliefert!“ Lachen lässt das Problem kleiner und die Ich-Stärke größer werden. Dies ist oft schon der viel versprechende Anfang einer erfolgreichen Problembewältigung. Es ist kein „weglachen“ des Problems; es ist ein hochwirksame Verschiebung der energetischen Verhältnisse.

Je nach Inhalt des Witzes lassen sich wiederum unterschiedliche Ebenen der Persönlichkeit ansprechen: Mit einem erotischen Witz erreichen wir eine völlig andere Ebene als zum Beispiel mit dem sicher ebenso notwendigen spirituellen Humor.

Als Beispiel ein erotischer Witz, den ich mit etwa 13 Jahren gehört habe. Ich habe den Witz damals überhaupt nicht kapiert, dieses Manko habe ich jedoch dadurch wettgemacht, dass ich um so lauter gelacht habe:

Herr Eintagsfliege trifft Frau Eintagsfliege; meint er: „Na wie wäre es?“ Antwortet sie: „Geht nicht, habe gerade meine Sekunden!“

Neben der Zwerchfellentspannung durch das Lachen hat dieser Witz damals bei mir allerdings auch einen faden Nachgeschmack gehabt, weil ich mir durch mein Nichtverstehen ziemlich dumm vorgekommen bin. Selbstverständlich bin ich davon ausgegangen, dass alle anderen, die da ebenso laut wie ich mitgelacht haben, den vollen Durchblick hatten und ganz genau wussten, um was es geht.

Einen Witz, den ich schon mit knapp 6 Jahren vom Onkel meiner Mutter, einem Zimmermann, gehört habe, habe ich dagegen sofort voll kapiert, da ich auf diesem Ohr von klein auf sehr gut gehört habe. Ich ordne diesen Witz unter der Rubrik: „Harmloser spiritueller Witz ein. Diese spezielle Hörqualität ist bei mir heute noch aktuell und so kann ich mich immer noch über diesen Witz köstlich amüsieren:

Ein Bäcker, ein Metzger, ein Zimmermann und der Herr Pfarrer sitzen am Sonntag nach der Kirche gern zum Morgenschoppen zusammen. Natürlich wurde dabei über Gott und die Welt geredet, wie es eben bei einem Stammtisch so üblich ist. Dabei fiel auf, dass es keine Geschichte gab, die vom Herrn Pfarrer nicht mit dem Kommentar versehen wurde: „Das gibt’s!“ Allmählich fing dies die drei anderen an zu verwundern und mit der Zeit auch zu wurmen. So beschlossen sie eines Sonntages, als der Herr Pfarrer mit seiner Messe noch nicht fertig war, dass derjenige von den beiden anderen für ein ganzes Jahr Freibier bekommt, der es als  erster schafft, den Herrn Pfarrer zu dem Ausspruch „Das gibt’ nicht!“ zu verleiten. Als dann der Herr Pfarrer eintrifft, beginnt der Bäcker schnell und siegesgewiss: „Bei meiner Meisterprüfung habe ich eine Torte gebacken, die war so groß wie ganz London!“ Der Herr Pfarrer hebt kurz eine Augenbraue und kommentiert: „Das gibt’s!“
Da legt der Metzger mit seiner Geschichte hoffnungsvoll los, um sich die heiß ersehnte Prämie zu sichern: „Und ich habe bei meiner Meisterprüfung eine Wurst gemacht, die hat um den ganzen Äquator gereicht!“ Gespannte Stille, der Herr Pfarrer muss erst einen Schluck nehmen, bevor er mit zwei erhobenen Augenbrauen antwortet: „Das gibt’s!“
Nun ist der Zimmermann an der Reihe, der sich nun genüsslich zurücklehnt und seine Geschichte so richtig auf der Zunge zergehen lässt (mein Großonkel der Zimmermann, bekam gleich so ein Glitzern in die Augen, als sein Kollege in seinem Witz drankam): „Tja, als ich die Meisterprüfung hatte, sollte ich eine Leiter bauen. Das fand ich ja etwas zu einfach und so musste ich eine ganz besondere Leiter bauen, das war ich meinem Ehrgeiz schuldig. Und so wurde die Leiter länger und länger. Schließlich war sie so lang, dass sie bis in den Himmel reichte. Neugierig wie ich bin, bin ich natürlich hinaufgestiegen und habe in den Himmel hineingeschaut!“ Der Zimmermann merkte, wie die anderen gebannt an seinen Lippen hingen, auch und gerade der Herr Pfarrer. Er machte eine Pause und nahm einen Schluck aus seinem Glas. „Soll ich euch sagen, was ich da oben gesehen habe?“ Er nahm noch einen Schluck. Die Spannung stieg. „Na erzähl schon!“, drängte der Herr Pfarrer. „Also“, fuhr der Zimmermann fort, „also, da habe ich alle mögliche Leute gesehen, jede Menge Bäcker (der Bäcker lehnte sich zufrieden zurück) und auch Metzger. Sogar einige Zimmerleute, aber (er machte eine kleine Kunstpause) keinen einzigen Pfarrer!" „Das gibt’s nicht! Auf keinen Fall, das gibt’s nicht!“ war die prompte Antwort des Pfarrers.

Der folgende Witz ist nicht sehr spirituell und wohl leider eher traurige Realität als nur ein Witz, aber eben auch ein treffliches Wort gegen die alten Autoritäten. Solche Witze kommen besonders gut bei Menschen an, die auf dieser Ebene besonders sensibel sind. Hierher gehört auch das kurze und viel sagende Gespräch (verlegen wir das Gespräch vorsichtshalber aus der Gegenwart ins Mittelalter) zwischen einem Fürsten und einem Bischof über den richtigen Umgang mit den vielgeliebten Untertanen:

„Halte Du sie dumm, ich halte sie arm!“

Die schwierige Balance in der täglichen psychotherapeutischen Praxis:

Die Patientin sagt zu ihrem Therapeuten: „Küssen Sie mich, Herr Doktor!“ Der Doktor: „Das darf ich nicht! Nach der strengen analytischen Regel dürfte ich nicht einmal neben Ihnen auf der Couch liegen.“

aus: „Das HaHandbuch der Psychotherapie“ von Bernd Trenkle

Falls Sie selbst gute Witze aus dem Bereich (medizinische oder psychologische) Therapie, Erotik oder Spiritualität Religion kennen, würde ich mich freuen, wenn Sie mich unter vlduerr@aol.com mitlachen lassen!


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